Fingerring

Quelle: Funde dieses Ringtyps mit ineinander greifenden Händen finden sich schon in römischer Zeit ( hier z.B. Ausgrabung auf dem Gelände der Villa Rustica in Borg), aber auch aus dem späten Mittelalter existieren archäologische Funde. Die verschränkten Hände sollen dabei Verbundenheit und Treue darstellen.
Die Herstellung und somit wohl auch die Verwendung von Fingerringen in Nürnberg lässt sich anhand einiger Abbildungen von Ringmachern im Hausbuch der mendelschen Zwölfbrüderstiftung nachweisen, hier z.B. Folio 29 recto (Mendel I), Lienhard Ringmacher, verstorben wohl vor 1414.

Generell: Zu den wenigen, für das Mittelalter nachweisbaren Schmuckgegenständen, gehören Fingerringe. Hierbei können viele verschiedene Formen beobachten werden: von einfachen, aus Bunt – oder Weissmetall gegossenen Ringen, über versilberten oder vergoldeten Ringen aus Buntmetallen bis hin zu Edelsteinbesetzten Ringen aus massivem Gold und Silber.

Beschreibung der Rekonstruktion: Rekonstruktion eines Fingerringes mit verschränkten Händen aus Silberguß.