Henkelkanne Karolinenstr. Nürnberg

Quelle: Das Original befindet sich im Besitz des Germanischen Nationalmuseums und wird zeitweise im Kaiserburgmuseum ausgestellt.

Beschreibung des Originales und der Fundzusammenhänge: In welchem Zustand das Objekt aufgefunden wurde, kann, da dies seitens des Museums nicht weiter schriftlich fixiert wurde, nicht genau festgelegt werden. Anscheinend konnte das Objekt weitestgehend unbeschädigt geborgen werden, da keine Restaurationspuren festgestellt werden können. Der Boden des Objektes ist zur Mitte hin aufgewölbt, es besitzt einen kurzen Fuß, eine schlanke Wandung, die Mündung ist unprofiliert, weist einen aus dem Rand gezogenen, großen Ausguss auf sowie einen randständigen Bandhenkel, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde.  Vermutlich ist das Original weiße Drehscheibenware und wurde klingend hart gebrannt, Fundort war laut Ausstellungsangaben in der Karolinenstraße 38, es handelt sich lt. Angaben des Museums um einen Brunnenfund. Genauere Umstände zum Fundumfeld, Fundhergang oder eventuelle Zusammenhänge mit anderen Fundobjekten sind leider nicht bekannt.  Die Datierung wurde relativ grob auf das 14. Jahrhundert festgesetzt. Genauere Umstände, welche zur Datierung beigetragen haben, sind nicht eruierbar.

Allgemein: Diese Kannenform blieb, wie verschiedene regionale und überregionale Funde bezeugen, besonders lang in Gebrauch. Dabei unterschieden sich die regionalen Formen kaum voneinander (Vergleiche hierzu z.B. einen Fund aus Forchheim sowie ein archäologisch erst aktuell erfasstes, vergleichbares Fundstück in Bayreuth (Bischof 2006).

Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.