kleiner Henkelkrug Nürnberg

Quelle: Replik eines Objektes aus der Grabung am Weinmarkt 11 (ehem. Gasthaus zum wilden Mann), Publikation “Aus dem Wirtshaus zum wilden Mann – Funde aus dem mittelalterlichen Nürnberg”, Ausstellungskatalog des GMN, Nürnberg 1984 (siehe hierzu auch die Anmerkung zur genannten Veröffentlichung unter “Literatur und Quellen”), Inv. Nr. Ke 3448.

Beschreibung des Originales und der Fundzusammenhänge: Die Höhe des Kruges beträgt lediglich 12,5 cm, er besitzt einen flachen Standfuß, der weiteste Bereich des Gefäßes liegt etwas oberhalb der Gefäßmitte, als Abschluss der konisch nach oben steigenden Schulter zeigt sich eine ausladende und profilierte Mündung. Der Krug  weist einen randständigen Bandhenkel, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde sowie auf der Außenseite der Schulter ein mehrzeiliges Furchenband auf.

Das Original ist grob gemagerte, mittelgraue bis hellgraue Drehscheibenware  und wurde reduzierend hart gebrannt. Da lediglich Quellränder auf dem Boden zu erkennen sowie keinerlei Abschneidspuren nachzuweisen sind, dürfte dieser Krug auf der leichten Blockscheibe mit Zwischenscheibe gedreht worden sein und wird somit vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden sein. Der Krug ist Bestandteil der keramischen Funde aus der Grabung am Weinmarkt 11, welche im Jahre 1984 erfolgte.  Die Datierung wurde mittlerweile auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.

Generell: Ob seiner Größe dürfte der Krug wohl eher vermutlich als Vorrats – oder Kochutensil gedient haben, denn als Schankgefäß.

Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.