Breiter Hüftgürtel

Allgemein: Kleidergürtel wurden von Mann und Frau gleichermaßen getragen, dies belegen uns eine Vielzahl an figürlichen Darstellungen sowie Abbildungen. Sie erfüllten wohl auch modische Aspekte, weiters dienten sie zudem der Befestigung notwendiger Gegenstände des alltäglichen Gebrauches (z.B. Messer, Geldbeutel, etc.).

Quelle: Einfacher Kleidergürtel Form 1 nach C.Schnack, bei der Schnalle handelt es sich um eine hochrechteckige Doppelschnalle aus Zinnguß, entsprechend dem Typ C24 nach S. Krabath. Dieser Schnallentyp war europaweit häufig anzutreffen, seine Laufzeit kann mit dem Beginn des 14.. Jahrhunderts bis weit in das 15. Jahrhundert angegeben werden. Der Beschläg sowie die Riemenzunge sind nach einem Fund aus London, Keramikphase 11 /1350 – 1400, gefertigt.

Beschreibung der Rekonstruktion: Der Riemen wurde aus vegetabil gegerbtem Rindsleder geschnitten und mit einer Eisensulfat/Essiglösung schwarz gebeizt. Die Schnalle ist aus Zinnguß (siehe auch S. Krabath “Buntmetallfunde nördlich der Alpen”), Beschläg und Riemenzunge wurden aus Messingblech gefalzt und nach dem vernieten verzinnt.