gefütterte, einfache Kappe

mutzeQuelle: Buchmalerei in Wilehalm, “Unterredung Malifers mit seinen Vasallen” und andere Abbildungen aus der genannten Handschrift, Prager Wenzelswerkstatt um ca. 1387.

 

Abbildungen vergleichbarer Kopfbedeckungen finden sich auch bei den Fresken der Burg Runkelstein in Tirol, exemplarisch sei hier eine Einzelfigur in den “höfischen Szenen” der Ausmalung der Badestube, datiert auf 1390/95, erwähnt.

 

Archäologisch erfasste und im Konstruktionsprinzip vergleichbare Objekte finden wir im Fundkomplex aus Herjolfsnes unter den Fundnummern Herjolfsnes Nr.83, Nr.84, Nr.85 und Nr.86.

 

Beschreibung der Rekonstruktion: Als Deckstoff wurde naturgraue Wolle, für die Fütterung der Kappe ungebleichtes, mit Krapp gefärbtes Leinen verwendet. Die Kappe wurde unter Anwendung zeitgenössischer Fertigungsmethoden angefertigt.

 

Generell: Dieses weitere Beispiel für eine der einfachsten Formen der Kopfbedeckung begegnet uns auf vielen zeitgenössischen Abbildungen.
Eine Vielzahl von Bildquellen weißt uns darauf hin, dass im 14ten Jahrhundert bei der männlichen Bevölkerung Mitteleuropas das Tragen von Hüten sehr an Beliebtheit zunimmt. Eine enorme Anzahl verschiedenster Hutformen mit, nach modernem Verständniss sehr exzentrisch anmutenden Formgebungen, zeigen auf, dass Hüte nicht mehr nur als Wetterschutz betrachtet, sondern Teil der allgemeinen Mode werden.