doppelreihiger Holzkamm

Quelle: Doppelreihige Holzkämme sind aus dem Bad Windsheimer Fundkomplex (Walter Jannsen, „Der Windsheimer Spitalfund“) des 15. Jahrhunderts bekannt, können aber im süddeutschen Raum archäologisch schon für das 14. Jahrhundert z.B. in Freiburg (U.Müller, „Holzfunde aus Freiburg und Konstanz“)  nachgewiesen werden.

Allgemein: Der mittelalterliche Mensch  legte durchaus sehr viel Wert auf sein äusseres Erscheinungsbild, und der Pflege der Haare kam besonders bei finanziell besser gestellten Teilen der Gesellschaft ab dem 12.  Jahrhundert viel Aufmerksamkeit zu.
Durch diese Tatsache ist der Kamm  im  späten Mittelalter ein gängiger Bestandteil der persönlichen Hygieneartikel.

Beschreibung:
Bei den Bad Windsheimer Kämmen handelt es sich um sog. doppelreihige Einlagenkämme, welche aus einem Stück Holz gefertigt werden, wobei im Fundbericht vermutet wird, dass es sich bei der Holzart um Elsbeere handelt. Insgesamt wurden in Bad Windsheim die Fragmente sechs derartiger doppelreihiger Einlagenkämme  gefunden.