Henkeltöpfchen

Quelle: Das Original befindet sich im Besitz des naturhistorischen Museums Nürnberg und wurde 2006 im Rahmen einer kleinen Ausstellung zum Thema Mittelalter präsentiert.

Quellenlage und Vergleich: Das Henkeltöpfchen war, neben etlichen weiteren Objekten, Bestandteil der keramischen Funde aus der Grabung in den Gebäuden in der Kühnertsgasse 18 – 22 in Nürnberg. Der Fund ist aufgrund der Baugeschichte der Gebäude in seiner Gänze auf um 1440 datiert worden.

Beschreibung des Originales: Die Höhe des Gefäßes beträgt lediglich 10 cm und weißt einen angesetzten Bandhenkel auf, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde. Das Innere des Gefäßes war im Original mit einer grünlichen Bleiglasur versehen, bei der Rekonstruktion kam eine optisch entsprechende, jedoch ungiftige, Glasur zur Verwendung.
Das Original ist fein gemagerte hellgraue Drehscheibenware und wurde reduzierend hart gebrannt. Da auf dem Boden Abschneidspuren nachzuweisen sind, dürfte dieses Gefäß Krug auf der im 15. Jahrhundert üblichen, schweren Blockscheibe gedreht worden sein.

Generell: Aufgrund seiner Größe dürfte das Töpfchen wohl eher vermutlich als Vorratsgefäß denn als Kochutensil gedient haben.

Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.