Projekt Schuhrekonstruktionen Schloß Lengberg

Hintergrund:
Dieses Projekt soll die Rekonstruktion der bisher publizierten Schuhfunde aus Schloß Lengberg in Osttirol beinhalten.
Basierend auf der Bakkalareatsarbeit von Oskar Bauer, „Sieben Schuhe vom Schloss Lengberg – Ein Einblick in das Schuhmachergewerbe des 14.-15. Jahrhunderts in Osttirol”, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck,  werde ich hier sukzessive die verschiedenen, rekonstruierten Modelle/Typen der in der genannten Arbeit gezeigten Schuhe veröffentlichen.

Zitat aus „Der Schatz aus Schloß Lengberg – von Harald Stadler, Margarethe Greiner, Oskar Bauer
„Die seit Mai 2008 stattfindenden Umbau- und Renovierungsarbeiten in Schloss Lengberg werden sowohl bauanalytisch als auch archäologisch begleitet. Dies ist vor allem deswegen notwendig, weil viele Teile der  Baugeschichte noch ungeklärt sind. Im Zuge dieser vom Land Tirol geförderten wissenschaftlichen Arbeiten konnte in Zusammen-arbeit des Bundesdenkmalamtes, Landes-konservatorat für Tirol (Walter Hauser, Martin Mittermair), des Archäologischen Dienstes Thomas Tischer und dem Institut für Archäologien der Universität Innsbruck eine besondere Entdeckung gemacht werden. Im südwestlichen Raum des 2. Oberschosses der Burg wurde eine Gewölbezwickelfüllung geborgen, die eine immense Anzahl von Kleinfunden aus der Zeit vom 14. bis ins 16. Jh. n. Chr. erbracht hat. Neben hunderten von Münzen, kolorierten Spielkarten aus Karton, Eisen- und Buntmetallgeräten, diversen Holzgefäßen und –geräten, hochwertiger Importkeramik aus Spanien, Resten von Kleidung und Taschen, Waffenteilen, einer beschrifteten Wachstafel aus Holz, konnte auch ein für Westösterreich einmaliger Fundkomplex an Lederschuhen (Kinder, Frauen und Männer) geborgen werden. Aufregend sind auch über 15 Schriftstücke (Rechnungsaufzeichnungen, Schuldverschreibungen, Zinsregister, liturgische Texte etc) auf Papier. Besonders herausragend ist eine Einhandflöte aus Holz, da es sehr wenige Holzblasinstrumente dieser Zeit aus archäologischen Untersuchungen gibt. Die Erstausführung der Flöte weist allererste Qualität auf und wurde später zu einem möglichen „Kinderinstrument“ umgearbeitet.“