flache Schuhe mit Riemchen- oder Schnallenverschluss

flacher Schuh mit Schnallenverschluss und Poulainartiger Spitze nach London

Riemchenschuh mit Schnallenverschluß nach London

Riemchenschuh mit Schnallenverschluß nach London

Quelle:Francis Grew, Margarethe de Neergard, „Shoes and Pattens – Medieval finds from excavations in London“, Museum of London/Boydell Press;
Beschreibung der Rekonstruktion: Das Oberleder besteht aus vegetabil gegerbtem, ca. 2mm starkem Bovinaleder, wurde einteilig zugeschnitten und verarbeitet, für die Sohle wurde ca. 5 mm dickes, ebenfalls vegetabil gegerbtes Rindsleder verwendet. Sohle und Oberleder wurden mit dem “Fleisch-Kante-Tunnelstich” in der Wendenahttechnik verbunden. Für eine bessere Stabiltät wurde der Schaft mit einer gefalzten Paspel/Schaftrandeinfassung Konstanz „Typ b“ nach C. Schnack verstärkt sowie Fersenkappen angebracht. Die Spitzen der Schuhe wurden, für diese Art Schuh typisch, nach dem Wenden von Außen vernäht.
Die Laufzeit dieses Schuhtypes kann ab Mitte 14. bis zum Ende des 14. Jahrhundert angegeben werden.


flacher Schuh mit Riemchenverschluss nach York und St. Denis

flacher Schuh mit Schnallenverschluss

flacher Schuh mit Schnallenverschluss

Quelle: Quita Mould, Ian Carllisle, Esther Cameron, „Craft, industrie and everyday life: Leather and leatherworking in Anglo-Scandinavian and Medieval York“, Published for York Archeological Trust by the Council for British Archeology 2003;
Beschreibung der Rekonstruktion: Das Oberleder besteht aus vegetabil gegerbtem, ca. 2mm starkem Bovinaleder, wurde zweiteilig zugeschnitten und verarbeitet, für die Sohle wurde ca. 5 mm dickes, ebenfalls vegetabil gegerbtes Rindsleder verwendet. Sohle und Oberleder wurden mit dem “Fleisch-Kante-Tunnelstich” in der Wendenahttechnik verbunden. Für eine bessere Stabiltät wurde der Schaft mit einer gefalzten Paspel/Schaftrandeinfassung Konstanz „Typ b“ nach C. Schnack verstärkt, zusätzlich wurden Fersenkappen angebracht.
Die Laufzeit dieses Schutypes kann ab Ende 13. bis zum Ende des 15. Jahrhundert vermutet werden.


Poulains mit Riemchenverschluss

neue Poulains

Poulains mit Riemchenverschluß

Quelle: Francis Grew, Margarethe de Neergard, „Shoes and Pattens – Medieval finds from excavations in London“, Museum of London/Boydell Press;
Beschreibung der Rekonstruktion: Das Oberleder besteht aus vegetabil gegerbtem und mit Eisensulfat-Essigläsung schwarz gebeiztem, ca. 2mm starkem Bovinaleder, wurde zweiteilig zugeschnitten und verarbeitet, für die Sohle wurde ca. 5 mm dickes, ebenfalls vegetabil gegerbtes Rindsleder verwendet. Sohle und Oberleder wurden mit dem “Fleisch-Kante-Tunnelstich” in der Wendenahttechnik verbunden. Für eine bessere Stabiltät wurde der Schaft mit einer gefalzten Paspel/Schaftrandeinfassung Konstanz „Typ b“ nach C. Schnack verstärkt, zusätzlich wurden Fersenkappen angebracht. Die Spitzen der Schuhe wurden, für diese Art Schuh typisch, nach dem Wenden von Außen vernäht.
Ab der Mite des 14. Jahrhunderts finden Schuhe solcher Art Einzug in die höfische, sowie, allerdings etwas später, bürgerliche Mode. Im Laufe des frühen 15. Jahrhunderts kaum mehr getragen, taucht dieser Typ nahezu unverändert zur Mitte des 15. jahrhunderts wieder auf und bleibt dann bis um 1500 aktuell.