Einwohner und Bürgerrecht im spätmittelalterlichen Nürnberg

Allgemein: Stadtluft macht frei” – auf diese Aussage stößt man immer wieder, beschäftigt man sich mit der Bevölkerungsentwicklung der spätmittelalterlichen Städte im deutschen Reich. Betrachtet man jedoch die sozialen Strukturen innerhalb verschiedener Stadtgemeinden näher, stellt man sehr schnell fest, dass ein Zuzug in die Stadt zwar von den Pflichten des “alten” Lehns- oder Grundherren befreit, die Erlangung der Bürgerrechte jedoch an etliche, teilweise nur schwer zu erfüllende, finanzielle und rechtliche Bedingungen geknüpft war.

Der vom Dorf oder einer anderen Stadt einwandernde Mann hatte normalerweise eine Aufnahmegebühr zu zahlen und den Bürgereid zu leisten. Um jedoch Vollbürger werden zu können, mußte meist ein Grundstück oder Haus in Eigenbesitz vorhanden sein, ebenso mußte über ein Mindestvermögen verfügt und ein selbständiges, meistens Meistergebundenes Handwerk oder ein Handelsgeschäft betrieben werden.

Zusammensetzung der Nürnberger Bevölkerung und Einwohnerzahlen: Genauere Informationen zum Bürgerecht und zur Zusammensetzung der Bevölkerung Nürnbergs im späten Mittelalter liefern uns die von W. Schultheiss bearbeiteten sog. “Pergamentenen Neubürgerlisten”, die ab 1382 angelegten “Papierenen Neubürgerlisten” sowie Steuerlisten und Einträge in den “Satzungsbüchern der Reichstadt Nürnberg”.

Die Nürnberger Bevölkerung setzte sich im ausgehenden 14. Jahrhundert aus drei voneinander zu unterscheidenden Bevölkerungsschichten zusammen:

1. Das Bürgertum an sich beinhaltete das heute sog. Patriziat, hierzu zählten die Ratsfähigen und Genannten Familien, welche die Führungsschicht der Stadt stellten.
2. Die Mittelschicht der städtischen Bevölkerung, ebenfalls dem Bürgertum zugehörig, wurde von Handelsunternehmenrn und dem zahlenmäßig stärksten Teil der Bevölkerung, dem Handwerksstand, gebildet. Die Steuerabgaben des Bürgertums erfolgten, wenn der Rat eine Losung, also eine direkte Steuer, beschlossen hatte. Sie richteten sich nach der Höhe des veranschlagten Vermögens, wobei hier jeder Bürger eigenverantwortlich die Größe seines Vermögens selbst einschätzen konnte. Zur Berechnung wurde der gesamte Besitz, ausgenommen Hausrat, Kleidung und Schmuck, einbezogen.
3. Obwohl in der Stadt wohnhaft, genossen hingegen Tagwerker lediglich Wohnrechte, aber keine Bürgerrechte, mußten dafür aber auch nur die sog. Kopfsteuer jährlich entrichten. Sie bildeten die untere Bevölkerungsschicht.

Lange Zeit hat als erste förmliche Einwohnerstatistik Nürnbergs eine anläßlich des Markgrafenkrieges 1449 erstellte Liste gegolten. Nach Abzug der 9912 in die Stadt geflüchteten Bauern kommt sie auf eine Gesamtzahl von 20219 Personen, in die 1800 Nichtbürger, 446 Geistliche und 150 Juden einbezogen wurden. Durch Caspar Ott wurde jedoch eine noch frühere Liste ermittelt, welche anläßlich der Hussitengefahr im Jahr 1430 erstellt wurde. In dieser älteren Statistik werden bei 3585 Häusern und 4213 Haushaltungen insgesamt 22797 Einwohner gezählt. Ott geht dabei von einer Zählung der Waffenfähigen männlichen Bevölkerung mit einem Mindestalter von 12 Jahren aus und hat für einen Haushalt einen Durchschnittswert von 5,4 Personen errechnet.

Solche Statistiken wurden wohl nur in solchen Notsituationen erstellt. Um Auskunft über frühere Bevölkerungszahlen Nürnbergs zu erhalten, muß auf Steuerlisten, welche jährlich angelegt wurden, zurückgegriffen werden. Leider ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass erst ab 1397 die Losungsbücher der beiden Stadtteile St. Sebald und St. Lorenz erhalten sind. Die Auszählung der Losungsbücher von 1397 ergibt für die Lorenzer Stadt 2667 und für den Sebalder Stadtteil 2959 Steuerzahler. Die Gesamtanzahl der Steuerzahler in Nürnberg im Jahr 1397 beträgt somit 5626 Personen. Wenn wir diesen Personen nun nach Ott jeweils Haushaltungen mit bis zu fünf Personen zuordnen, ergibt sich für das Jahr 1397 eine Einwohnerzahl von ca. 28100 Personen. Diese Zahl übertrifft um knapp 8000 Einwohner jene von 1449, wobei jedoch zu Berücksichtigen ist, dass Nürnberg in den Jahren 1401, 1405, 1407 und 1437 von Pestepedemien heimgesucht wurde, welche mehrere Tausend Einwohner das Leben kosteten. Offen bleibt hierbei jedoch die Frage, ob jene Bewohner der Stadt bei der Aufzählung der Losungen berücksichtigt werden, welche nur die sog. Kopfsteuer zu entrichten und nur Wohnrecht erhalten hatten.

Bevölkerungspolitik des Nürnberger Rates: Aus den Satzungsbüchern sowie den Neubürgerlisten der Stadt Nürnberg läßt sich eine durchaus planvolle Bevölkerungspolitik des Rates, vor allem bedingt durch die Stadterweiterung im Laufe der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, herauslesen. Nur aus dem Wechsel der einzelnen Bestimmumgen läßt sich ermitteln, welche Zwecke und Absichten der Rat verfolgt hat. Im Jahre 1314 wird lediglich die fünfjährige Residenzpflicht des Neubürgers an die Verleihung des Bürgerrechtes geknüpft. Im Zeitraum 1302 bis 1331 läßt sich ein sehr starker Zustrom von 861 Neubürgern feststellen. Bis 1358/63 dürften außerdem zahlreiche Einwohner zugewandert sein, welche sich ohne Bürgerrecht in den Vorstädten(*1*) niederließen.

Von 1335 bis 1381 lassen sich nun lediglich 479 Neubürger zählen, dies läßt auf eine, leider nicht mehr vorliegende Restriktion der Aufnahmebedingungen schliessen. Zwischen 1358/63 wird durch den Rat mehrfach festgelegt, das nunmehr alle Einwohner, vor allem jene, welche das Meisterrecht ausüben, Bürger sein sollen. 1365 sowie 1375 wird eine gesonderte Aufnahmegebühr eingerichtet, welche ebenfalls als Erschwerung der Aufnahme in die Stadt anzusehen ist.

Von 1382 bis 1400 wurde nun die Verleihung des Bürgerechtes für die neu mit Mauern umgebenen ehemaligen Vorstädte(*2*) sehr erleichtert. Die Aufnahmegebühren für die neue Innenstadt wurden herabgesetzt und für Handwerker und Tagwerker als Anerkenntnissgebühren festgelegt, der Zustrom in die damalige Altstadt oder auch “innere oder rechte Stadt”(*3*) wird beschränkt. In den nun ummauerten Vorstädten bzw. der “neuen Innenstadt” lassen sich zwischen 1381 und 1400 ca. 2000 Handwerksmeister sowie 760 Tagwerker nieder.

Der Bürgereid und der Eid der Tagewerker von 1382 resp. 1386:
Im Zuge der großen Stadterweiterung schuf der Rat 1382 ein eigenes Bürgerecht für die neuen, ummauerten Vorstädte und 1386 das Wohnrecht für Tagewerker. Für diese neuen Kategorien von Bürgern ließ der Rat 1382 einen neue, die sog. “papierene Neubürgerliste”, anlegen.

Der Ratsbeschluß aus den „Papiernen Neubürgerlisten” vom 28. April 1382, welcher die Bürgeraufnahme reglementiert:

„Ez ist zu wissen, daz erteilt ist worden mit der merern menig scheppfen und rats, wer in funf jaren, die schirst nacheinander komen, burger werden will, der soll den ayd swern, als hernach geschriben stet, und den auch alle gesworn haben, die jetzunt hernach geschriben sten.”

Es folgt der zu leistende Eid der Neubürger:

„Ez sol ein iclicher, der Burger wirt, swern zu den heiligen, daz er der stat trew sey und iren frumen furder und iren schaden wende, und, ob er icht horet dheinerley zerwurfnuzz oder aufleuf, daz wider den rat und wider die stat wer, daz sol er zu stund einem frager oder seinem hauptmann zu wissen tun bey dem eyde, den er gesworn hat, und sol dorzu getrewlich beholffen sein, als verre er kan und mag, daz daz unterstanden werde, und sol seinem hauptmann gehorsam und gevolgig sein, der im geben wirt von des rats wegen, der alle jar umb sant Walpurgtag erwelt wirt, waz in der heizz tun von deselben rats wegen, daz er daz tu, und ob er sich hinter einen andern hauptmann zug oder daz im die burger des rats einen andern an dezselben stat geben, dem sol er in alle dem rechten gehorsam sein als vorgeschriben stet.

Auch sol furbaz dheiner, der also burger wirt noch sein gewalt nicht schenken wein, met, pier noch dheinerley getrank in den nechsten funf jaren nach dem er burger worden ist. Ez wer dann, daz einer pierprew wer, waz der piers prewet, daz moht er wol schenken.

Auch sol furbaz dheiner, der also burger wirt, dheinerley pfragenwerk noch dheinerley furkauf von essenden dingen, daz er wider verkauffen woll, hie in der stat und umb die stat in einer halben meil wegs niht kawffen noch treyben bey dem vorgeschriben eyde on allez geverde. Ez wer dann, daz die burger vom rat eins andern zu rat wurden oder im daz erlaubten.

Auch sol furbaz dheiner dhein hantwerk niht treiben noch anders niht wurken, dann als er sich geschriben hat geben bey demselben eyde, im erlauben ez dann die burger vom rat.

Und sol auch ir yeglicher die nehsten funf jar in den zweyen vorstet einer vor Lauffertor oder in der vorstat vor Frawentor sitzen und sich in denselben 5 jaren nicht in die rechten stat ziehen noch nidersetzen on des rats wort. Ez wr auch dann, daz er ein haws kaufft um 50 gulden oder mer umb par gelt auf khein frist, da er derselben zeit inne seß, so sol er dannoch niht in die rechten stat ziehen noch sich nidersetzen denn mit wißen und willen der losunger und er sey vor von in gevertigt on geverd;

und sol auch jeder in den aide nehmen uber klaider und hausrat niht mer noch mynner hab on geverd, denn er furgeben hab und davon nichts schuldig sei.”

In diesem Beschluß wird der Neubürger im ersten Abschnitt aufgefordert, treu zur Stadt zu stehen, dem Rat oder seinem Hauptmann von Streit/Aufständen etc. innerhalb der Stadt zu berichten, oder diese, wenn möglich, zu unterbinden. Außerdem wird dem Neubürger in diesem Abschnitt vermittelt, dass er seinem, vom Rat bestimmten Hauptmann, in allen Dingen zu folgen habe. Dies gilt auch, wenn der Rat beschliesst, den Neubürger einem anderen Hauptmann zu unterstellen. Im zweiten Abschnitt wird festgelegt, dass Neubürger kein Bier, Wein, Met oder andere Getränke ausschenken dürfen. Wenn jedoch der Neubürger Braumeister ist, ist ihm das Ausschenken des selbstgebrauten Bieres erlaubt. Auch der Ankauf von Zutaten zur Herstellung von Lebensmitteln (im kommerziellen Bereich) und der Verkauf von Lebensmittel an sich ist dem Neubürger in der Stadt und der näheren Umgebung untersagt, außer es ergeht diesbezüglich ein erneuter, allgemeingültiger Ratsbeschluß oder es wird vom Rat im Einzelfalle eine Ausnahme beschlossen. Die Ausübung eines Handwerkes beschränkt sich auf das ursprünglich vom Neubürger angegebene Handwerk. Eine Ausnahme kann durch den Beschluß des Rates erfolgen. Im nächsten Abschnitt wird dem Neubürger vorgeschrieben, dass er auch nach dem Bürgereid für die nächten fünf Jahre lediglich in den neuen Vorstädten wohnen und sich nicht in der inneren oder “rechten” Stadt niederlassen darf. Eine Ausnahme kann erfolgen, wenn der Neubürger ein Gebäude in der inneren Stadt im Wert von mindestens 50 Gulden erwirbt und für den Umzug in die innere Stadt zusätzlich die Erlaubniss der Bürgermeister bekommt. Im letzten Abschnitt muß der Neubürger schwören, daß sein gesamtes Hab und Gut sein Eigentum ist und den Wert, welchen er angeben hat, nicht über- oder unterschreitet. Die Aufnahme als Neubürger ist in diesem Falle anscheinend nicht an einen Meistertitel gebunden, sondern erstreckt sich scheinbar auch auf die freien Handwerke (später auch die “freien Künste” genannt), welche ohne Meisterschaft ausgeübt werden können (“Auch sol furbaz dheiner dhein hantwerk niht treiben noch anders niht wurken, dann als er sich geschriben hat geben bey demselben eyde, im erlauben ez dann die burger vom rat”).

Ebenfalls in den „Papierenen Neubürgerlisten” finden wir einen weiteren Ratsbeschluß, diesmal vom 1. Mai 1386, in welchem der „ Eid der Tagwerker” festgelegt wird:

“Es sol ein ieclicher tagwerker swern zu den heiligen, daz er der stat getrew und beygestendig sey und der stat frumen werbe und iren schaden warn und wende, und ob er icht gewr wurde, daz wider den rat und wider die stat wer, daz sol er zustunde einem frager zu wissen tun, der zu denselben zeiten frager ist bey demselben eyde, und sol auch seinem hauptmann von des rats wegen heisse tun, daz er daz tu ongeverde; und daz er auch nicht anders wurk noch arbeit dann tagwerk bey demselben eyde, im erlaubten ez dann die burger vom rat; auch sol in dißer eyde an dem purkrechten nicht furtragen, wann im die burger urlaub mugen geben und in varen muge lassen, wenn sie wolln. Die nachgeschribn tagwerker haben alle diesen eyde gesworen und sullen doch kein purkreht nicht haben.” (Es folgt eine undatierte Liste der “sleht tagewerker”)

Aus diesem Ratserlass von 1386 geht deutlich hervor, daß Nürnberg den Tagewerkern zwar ein Wohnrecht innerhalb der Stadtummauerung, resp. innerhalb der neuen Vorstädte, zuspricht, das Bürgerrecht bleibt diesen jedoch vorenthalten. Weiterhin werden die Arbeitsmöglichkeiten der Tagewerker klar reglementiert und sie außerdem zur Treue der Stadt gegenüber verpflichtet.

Aufgabe des Bürgerrechtes: Generell bestand auch die Möglichkeit, das Bürgerrecht wieder zu verlieren oder freiwillig aufzugeben. Hierzu finden wir ebenfalls Ratsbeschlüsse in den Satzungsbüchern Nürnbergs.

Satzungsbuch I/A 1302 bis ca. 1315:

“Ez haben gesetzet unser herren an dem rat, ob eyn niwer purger von der stat vert in dem iar, als er purger wirt, e dann ez sich vergangen hat, der gibt fiunf pfunt der stat, di er verpurget hat um sin purgrecht, und muz ouch sweren oder verpurgen ze geben mit den purgern, di si gesetzen, di nahseste losung nach siner uzverte. Ist ouch, ob eyn ansezich purger sin purgrecht ufgibt, der muz ouch sweren oder verpurgen di nahesten losung, di di purger darnah setzen, daz er di geb mit in.”

Hier wird eindeutig geregelt, dass ein Neubürger, welcher innerhalb des ersten Jahres nach Erhalt des Bürgerrechtes die Stadt wieder verläßt, Fünf Pfund Haller Pfennige (*4*) an die Stadt zu zahlen sowie trotz seines Auszuges die nächstfällige Steuer bzw. Losung abzuführen hat. Aber auch schon länger ansässige Bürger werden verpflichtet, bei der Aufgabe ihres Bürgerechtes die nächstfällige Steuer zu zahlen.

Satzungsbuch II/B 1314 – ca. 1320/1332

“Ez ist auch gesetzet, swenne ain burger sein burckreht wil aufgeben, der muz verpurgen oder sweren, daz er gebe mit den burgern die nehesten losunge, di si etzent in ainem vierteil iares, darnach und die losunge aufgesetzt wird”

Diese Ergänzung grenzt die Frist der Nachzahlungspflicht der Losung auf ein Vierteljahr nach der Aufgabe des Bürgerrechtes ein.

Fazit: Nürnberg dürfte um das Jahr 1400 nach W. Schultheiss ca. 28000 Einwohner gezählt haben, wobei man davon ausgehen kann, dass von dieser Zahl über 60 % das volle Bürgerrecht inne hatten. Als Grundlage für diese Vermutung dienen die Zahlen aus den Losungsbüchern von 1397.

Zu erkennen ist auch eine planvolle Bevölkerungspolitik des Nürnberger Rates. Ist es zu Beginn des 14. Jahrhunderts noch relativ einfach, als Neubürger aufgenommen zu werden, wird dies im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts deutlich erschwert. In den achtziger Jahren des 14. Jahrhunderts wird dann die Einbürgerung in die “neue Innenstadt” entsprechend erleichtert, wohingegen die Einbürgerung bzw. der Zuzug in die “rechte Stadt” deutlich erschwert wird. Hintergrund hierfür ist wohl die Absicht des Rates, die neue Innenstadt möglichst rasch zu besiedeln.

Vielen Zuzüglern war es jedoch, meist aus finanziellen Gründen, nicht möglich, das Bürgerrecht zu erwerben. Diese Tatsache regelte der Rat mit dem Erlass vom Mai 1386, dem sog. “Eid der Tagewerker”, in welchem diesem Personenkreis das Wohnrecht innerhalb des Befestigungsringes gewährt, aber auch ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass der geleitete Eid dennoch keinerlei Bürgerechte beinhaltet.

Anmerkungen

(*1*): Als sog. Vorstädte sind die Siedlungsbereiche anzusehen, welche ausserhalb der alten und neuen Befestigungsmauern liegen.

(*2*): Dieser Begriff bezieht sich auf die ehemaligen Vorstädte, welche ab ca. 1350 in den neuen, weitaus größeren Befestigungsring einbezogen wurden. Es entstand die “neue Innenstadt”.

(*3*): “innere oder rechte Stadt” bezeichnet die Siedlungsflächen, welche innerhalb des zur Mitte des 14. Jahrhunderts fertiggestellten “älteren” Befestigungsringes lagen.

(*4*): 1 Pfund Haller entspricht 240 Haller Pfennigen. Das Pfund Haller sollte zwischen (im Idealfall) 1 Gulden und (bei starker Inflation) 1/3 Gulden angesetzt werden. Bei einem Wert von 50 Gulden für ein (wahrscheinlich kleines) Stadthaus, lässt sich die Höhe dieses Betrages annähernd ermessen. Es handelt sich somit um keine Kleinigkeit.

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